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Die Gegenwart (2001) von Wulf Kirschner
Wiederum etwas weiter, wo Lange Straße und Schulstraße zusammenkommen, stehen wir an zentraler Stelle, an der sich unsere drei imaginären Zeitleisten treffen. Hier steht die fünf Meter hohe Edelstahl-Säule „Die Gegenwart“ von Wulf Kirschner.
Dieser international hoch angesehene Metall-Bildhauer aus Hamburg beschäftigt sich seit langem mit dem Thema Zeit. Eine wesentliche Bedeutung in seinem Werk hat die Linie.
Die Zeit hat linearen Charakter und eine Linie könnte als Abbild oder Spur einer Zeitfolge gesehen werden. Die Gegenwart wäre nur ein Punkt auf einer Zeitlinie, ein kleiner Ausschnitt der Ewigkeit.
Die Skulptur „Die Gegenwart“ ist als Punkt in der Fußgängerzone selbst eine aufrechte Linie. Seine Grundform ist der Kreis, eine Linie ohne Anfang und Ende und Symbol des ewigen Kreislaufes. Genaugenommen sind es sogar zwei Kreise. Einer „positiv“, der eine konvexe Fläche ergibt und einer „negativ“, der herausgeschnitten eine konkave Fläche ergibt. Als polierte Edelstahlflächen werden diese zu Zerrspiegeln, die die wirkliche momentane Gegenwart spiegeln.
Bild © Christian Eckhoff, Mediacheck
