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Stadtschule Rheinsberg
Vom Schulbau zur Rheinsberger Bildungsgeschichte
Die Stadtschule in Rheinsberg ist weit mehr als nur ein Ort des Lernens – sie ist eine architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeit, die die Entwicklung des städtischen Bildungswesens über Jahrhunderte hinweg widerspiegelt.
Bereits 1743 entstand in der Kirchstraße eine erste Bürgerschule, die den Grundstein für das heutige Schulwesen in Rheinsberg legte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Wunsch nach einem größeren, modernen Schulgebäude laut, und 1901 begann die Planung einer neuen Stadtschule mit eigener Turnhalle.
Architektonisches Erbe mit Geschichte
Der Bau der Stadtschule Rheinsberg begann schließlich 1912/13 nach den Entwürfen des Regierungsbaurats Mertins. Die Ausführung übernahmen der Maurermeister Hermann Seifert und der Zimmermeister Max Müller. Am 6. Dezember 1913 wurde die Schule feierlich eingeweiht – ein stolzer Moment für die Stadt Rheinsberg.
Mit acht großen Klassenräumen, einem Musiksaal und modernen Kellerräumen galt das Gebäude als fortschrittlich. Besonders markant ist der Eingangsportikus, der von kräftigen Säulen eingerahmt wird und das Schulgebäude mit der Turnhalle verbindet.
Die Turnhalle selbst beeindruckte durch ihre Bühne und Empore – sie diente nicht nur dem Sportunterricht, sondern wurde auch als Festsaal für Veranstaltungen genutzt. Nach einem Brand im Jahr 1920 wurde sie wieder aufgebaut und modernisiert.
In den 1960er Jahren, mit dem Bau des Atomkraftwerks und steigenden Schülerzahlen, erhielt die Schule einen östlichen Seitenflügel mit Verbindungsbau, der am 27. April 1962 eingeweiht wurde.
Ihr Team von StadtM
Bild © Postkarte 1920er Jahre (Qelle: SGR.e.V.)
