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Maria-Magdalenen-Kirche – historische Sehenswürdigkeit in Lauenburg/Elbe
Die Maria-Magdalenen-Kirche in Lauenburg/Elbe gehört zu den geschichtlich interessanten Bauwerken der Stadt. Als evangelisch-lutherische Stadtkirche blickt sie auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück und verbindet unterschiedliche Baustile und Epochen. Wer eine historische Sehenswürdigkeit in Lauenburg/Elbe entdecken möchte, findet hier ein Bauwerk, dessen Entwicklung bis ins Mittelalter zurückreicht.
Bereits im Jahr 1227 wurde die Maria-Magdalenen-Kirche als Kapelle errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgten mehrere Umbauten und Veränderungen. Noch heute lassen sich verschiedene Phasen der Baugeschichte erkennen.
Gotisches Kirchenschiff aus Feldstein und Ziegeln
Zu den ältesten sichtbaren Bereichen der Kirche gehört das gotische Kirchenschiff, das etwa aus der Zeit um 1300 stammt. Der untere Bereich des Baukörpers wurde aus Feldstein errichtet, während im oberen Bereich Ziegel verwendet wurden. Diese Materialkombination prägt das historische Erscheinungsbild der Kirche und macht sie zu einer besonderen Sehenswürdigkeit für alle, die sich für alte Sakralbauten und regionale Architektur interessieren.
Die erhaltenen Bauelemente vermitteln einen Eindruck davon, wie sich die Maria-Magdalenen-Kirche über viele Jahrhunderte entwickelt hat. Gerade die Verbindung verschiedener Bauphasen macht ihren architektonischen Charakter aus.
Der historische Pranger an der Maria-Magdalenen-Kirche
Eine ungewöhnliche Besonderheit befindet sich direkt neben dem Portal: Dort steht ein Granitblock, der in der frühen Neuzeit als Pranger genutzt wurde. Menschen, die gegen die Kirchenordnung von 1585 verstoßen hatten, mussten hier öffentlich stehen.
Zu den damals geahndeten Vergehen gehörten unter anderem Ehebruch und lästerliches Reden während des Gottesdienstes. Dieses historische Detail gibt einen Einblick in die gesellschaftlichen und kirchlichen Regeln vergangener Jahrhunderte und unterscheidet die Maria-Magdalenen-Kirche von vielen anderen historischen Kirchenbauten.
Das kunstvoll gestaltete Südportal
Besonders sehenswert ist das ehemalige Hauptportal an der Südseite der Kirche. Das Südportal wurde aufwendig aus Elbsandstein gefertigt und zeigt Schmuckformen der Frührenaissance. Damit bildet es einen interessanten architektonischen Kontrast zu den älteren gotischen Bestandteilen des Kirchenbaus.
Bekrönt wird das Portal durch eine vollplastische Darstellung von Christus als Weltenherrscher. Darunter befindet sich die lateinische Inschrift:
„HIC EST DOMUS DEI ET PORTA COELI“
Übersetzt bedeutet sie: „Dieses ist das Haus Gottes und die Tür des Himmels.“ Die Inschrift nimmt Bezug auf das 1. Buch Mose, Kapitel 28, Vers 17. Für Besucher, die historische Architektur und sakrale Kunst entdecken möchten, ist dieses Portal ein bemerkenswertes Detail der Sehenswürdigkeit in Lauenburg/Elbe.
Der Kirchturm und seine wechselvolle Geschichte
Deutlich jünger als das Kirchenschiff ist der Turm der Maria-Magdalenen-Kirche. Erst 1902 entstand ein Kirchturm im Stil der Neugotik. Seine Geschichte verlief jedoch nicht ohne Einschnitte.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm nach Artilleriebeschuss abgerissen. Viele Jahrzehnte lang blieb die Kirche ohne die ursprüngliche neugotische Turmgestaltung. Erst 1993 erhielt sie einen neuen Turm in der heute sichtbaren Form.
Diese Entwicklung zeigt, wie historische Ereignisse das Erscheinungsbild der Kirche verändert haben. Mittelalterliche Bausubstanz, Elemente der Frührenaissance und jüngere Ergänzungen treffen hier unmittelbar aufeinander.
Sehenswürdigkeit mit Jahrhunderten Stadtgeschichte
Die Maria-Magdalenen-Kirche ist weit mehr als ein historisches Gotteshaus. An ihr lassen sich verschiedene Kapitel der Geschichte Lauenburgs ablesen: von der Kapelle des 13. Jahrhunderts über das gotische Kirchenschiff und das Renaissanceportal bis zur wechselvollen Geschichte des Kirchturms.
Gerade diese historischen Spuren machen die Kirche zu einer interessanten Sehenswürdigkeit in Lauenburg/Elbe. Details wie der ehemalige Pranger, das kunstvoll gearbeitete Südportal und die unterschiedlichen Baumaterialien laden dazu ein, das Gebäude genauer zu betrachten.
Wer bei einem Rundgang durch Lauenburg an der Elbe nach einer geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeit sucht, sollte die Maria-Magdalenen-Kirche berücksichtigen. Sie verbindet Architektur, Stadtgeschichte und kirchliche Tradition an einem Ort und zählt damit zu den markanten historischen Bauwerken Lauenburgs.
Ihr Team von StadtM
