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Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen – Eine bedeutende Sehenswürdigkeit mit Geschichte und Kunst

Die Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen ist eine herausragende Sehenswürdigkeit, die nicht nur Gläubige, sondern auch Kunst‑ und Geschichtsliebhaber aus Lamerdingen und den umliegenden Gemeinden anzieht.

Mit ihrem spätbarocken Laternenturm, ihrer reichen Innenausstattung und ihrer langen Geschichte ist diese Kirche ein Ort, der verbindet – religiös, kulturell und ästhetisch.

Geschichte und Architektur – Ursprung, Gotik und Rokoko

Die Pfarrkirche St. Martin wurde um das Jahr 1500 im gotischen Stil neu erbaut, nachdem bereits eine Vorgängerkirche bestand. Später, in den Jahren 1737–1738, folgte ein umfassender Umbau im Rokoko: Das Langhaus und der Innenraum wurden neu gestaltet, Stuck und Fresken von Matthias Stiller aus Ettringen und Johann Georg Lederer (Augsburger Schule) hinzugefügt.

Der Laternenturm als Landmarke
Der Laternenturm von St. Martin ist eine besonders markante Sehenswürdigkeit: Er bringt dem Bauwerk sein typisches Profil. Der gotische Turm wurde bereits im Kern im 12./13. Jahrhundert errichtet, tief verwurzelt in der Geschichte Lamerdingens.

Im Jahr 1771 wurde der Turm mit einem Stockwerk erhöht und mit einer Laternenhaube versehen, wodurch das Erscheinungsbild zwischen Gotik und Rokoko harmonisch verbunden wurde.

Innenausstattung – Kunstwerke, Fresken und barocker Prunk

Der Innenraum der Kirche St. Martin gilt als eine der qualitätvollsten Landkirchen der Region. Die Kirche gilt als Sehenswürdigkeit, unter anderem wegen:

  • den prächtigen Stuckarbeiten im Stil des Frührokoko von Matthias Stiller aus Ettringen
  • den Fresken des Malers Johann Georg Lederer, besonders das Deckenfresko „Tod und Verklärung des Hl. Martin“ im Langhaus sowie die Darstellung „Himmelfahrt Mariens“ im Altarraum.
  • dem Hauptaltar von 1694, dem Rokoko‑Tabernakel (1765) und dem Altarbild von Johann Schmidtner aus 1690, das die Aufnahme des Hl. Martin in den Himmel zeigt.

Diese Kunstwerke machen die Pfarrkirche St. Martin nicht nur zu einem Ort der Andacht, sondern auch zu einer kulturellen Sehenswürdigkeit, die Zeugnis einer reichen künstlerischen Tradition gibt.

Glocken, Turm und Besonderheiten – Klang & Geschichte

Doch nicht nur visuell beeindruckt diese Kirche: Auch ihr Geläut trägt zur Bedeutung als Sehenswürdigkeit bei.

Glocken und Geläut

  • Im Turm hängen fünf Bronze‑Glocken mit einem Gesamtgewicht von über sieben Tonnen, deren Klang als einer der schönsten und schwersten im Ostallgäu gilt.
  • Die älteste Glocke, die „Hl.‑Kreuz‑Glocke“ von 1577, stammt ursprünglich von Joachim Volmer I. und wurde später nach Lamerdingen übertragen.
  • Neue Glocken wurden 1985 von der Glockengießerei Bachert gegossen, um verlorene Glocken des Zweiten Weltkriegs zu ersetzen.

Romantische Spuren der Frühzeit
Im Untergeschoss des Turmes entdeckte man bei Renovierungsarbeiten Fresken aus frühgotischer Zeit (13. Jahrhundert), die Teil der Vorgängerkirche sind und die historische Tiefe der Pfarrkirche als Sehenswürdigkeit unterstreichen.

Bedeutung für Lamerdingen und Umgebung

Die Pfarrkirche St. Martin ist mehr als ein religiöses Gebäude: Sie ist ein Sehenswürdigkeit im wahrsten Sinne – ein Identifikationspunkt für Bewohnerinnen und Bewohner von Lamerdingen sowie für Besucher aus den Ortsteilen Großkitzighofen, Kleinkitzighofen und Dillishausen.

  • Sie prägt das Ortsbild durch ihren Laternenturm, der sich weithin sichtbar über die Gemeinde erhebt.
  • Die Kirche vermittelt mit ihrer Ausstattung, Lichtführung und Architektur Werte wie Hoffnung, Hingabe und künstlerische Begeisterung – zentral für das kulturelle Leben in Lamerdingen.
  • Zudem ist sie eine kulturelle Plattform: Gottesdienste, Feste und kirchliche Veranstaltungen am Festtag des Heiligen Martin verbinden Gemeinden und schaffen Gemeinschaft.

Architektur & Raumgefühl – Licht, Raum und Ästhetik

Eine der größten Stärken dieser Sehenswürdigkeit ist das Raumgefühl: Die Kirche ist lichtdurchflutet, großzügig und zugleich festlich gestaltet. Die Rokokoumgestaltung gewährt eine Leichtigkeit und Opulenz, ohne überladen zu wirken. Der Innenraum lädt zur Andacht, zum Verweilen und Staunen ein.

  • Das Deckengemälde und die Fresken ziehen den Blick nach oben, fördern Kontemplation und inneres Erleben.
  • Die Stuckarbeiten und Altäre bieten Detailreichtum und zeigen meisterliche Handwerkskunst.

Besuch und Wahrnehmung – Wie man St. Martin erleben kann

Wenn Sie die Sehenswürdigkeit Pfarrkirche St. Martin besuchen möchten, lohnt es sich:

  1. als fotobegeisterter Besucher den Laternenturm zu fotografieren – besonders bei Sonnenlicht oder Sonnenuntergang.
  2. Innenräume zu betrachten, insbesondere Fresken und Stuck im Langhaus und Altarraum.
  3. auf das Geläut zu achten – der Klang als Teil der Architektur.
  4. bei besonderen Veranstaltungen oder Führungen mehr über die Kunstwerke, die Geschichte und die Symbolik zu erfahren.

St. Martin – Eine ­Sehenswürdigkeit für Lamerdingen

Die Pfarrkirche St. Martin ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Lamerdingen, die Geschichte, Kunst und Glauben auf einzigartige Weise verbindet. Gotische Ursprünge, Rokoko‑Prunk, Fensterlicht und Fresken machen sie zu einem Kleinod, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus strahlt.

Für Bewohner aus Lamerdingen, Großkitzighofen, Kleinkitzighofen, Dillishausen und Besucher gleichermaßen ist diese Kirche ein lohnendes Ziel – zum Staunen, Besinnen und Erleben.
Ihr Team von StadtM

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  • Hauptstr. 7