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Geschichte Lamerdingen

Geschichte Lamerdingen – Von alemannischen Wurzeln bis zur modernen Gemeinde

Lamerdingen liegt im Landkreis Ostallgäu in Bayern und ist heute eine Gemeinde mit mehreren Ortsteilen – darunter Dillishausen, Großkitzighofen und Kleinkitzighofen. Seine Historie Lamerdingen reicht weit zurück und spiegelt typische Entwicklungen im Allgäu wider: mittelalterliche Siedlungsgründungen, kirchliche Einflüsse, Herrschaftswechsel und moderne Gemeindestruktur. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Lamerdingen früher war, welche Stationen die Geschichte Lamerdingens geprägt haben und wie die Stadtentwicklung Lamerdingen heute aussieht.

Alemannische Ursiedlung und Namensentwicklung

Erste Spuren: „Lademutinga“ und freie Männer
Lamerdingen war bereits in alemannischer Zeit besiedelt, wie der Name und die Lage belegen. Der Name entwickelte sich aus „Lademutinga“, über Formen wie „Lademütingen“ oder „Ladematingen“, hin zu „Lamerdingen“, wie er ab dem 16. Jahrhundert häufiger gebraucht wurde.

Die frühen Bewohner waren freie Männer („Lademutinger“), die im Mittelalter bedeutende Freiheiten besaßen, etwa das Waffentragen. Einige Güter in Lamerdingen wurden als frei, unvogtbar und undienstbar bezeichnet – was auf die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Bewohner hinweist.

Kirchliche Struktur und Herrschaftseinflüsse

Pfarrei, Kirche und kirchliche Zugehörigkeit
Schon im 11. Jahrhundert war Lamerdingen Pfarrei; die Kirche von St. Martin wird erstmals 1067 erwähnt. Die Kirche selbst dürfte im Kern aus dem 12./13. Jahrhundert stammen; im Laufe der Zeit wurden Erweiterungen durchgeführt – um etwa 1500 am Turm, Chor und Langhaus; im 18. Jahrhundert kam ein Umbau durch Michael Stiller hinzu, Sakristei und Vorhalle wurden ergänzt. Restaurierungen erfolgten in den Jahren 1893 und 1939.

Vor der Säkularisation gehörte Lamerdingen zum Hochstift Augsburg. Nach 1803, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses, ging die Herrschaft an den bayerischen Staat über.

Geschichte Lamerdingen
Geschichte Lamerdingen

Die Ortsteile: Dillishausen, Groß‑ und Kleinkitzighofen

Dillishausen
Dillishausen, etwa 2,5 km nördlich von Buchloe an der Staatsstraße 2035 gelegen, gehört seit der Gebietsreform 1978 zur Gemeinde Lamerdingen. Seine Geschichte ist eng verbunden mit Buchloe und mit der Urmark Wiedergeltingen. Der Name war früher etwa Tullishusen (auch Tullishausen), später Dillishausen. Erste urkundliche Erwähnung fand 1299 statt, bei einem Verkauf an das Kloster Stams. 1311 kam der Ort samt Kirchenpatronat an das Hochstift Augsburg.

Groß‑ und Kleinkitzighofen
Großkitzighofen wurde 1067 erstmals erwähnt unter Namen wie „Kuzzenkova“, „Chuzzinchova“. Mit der Zeit erhielt der Ort den heutigen Namen, der „Höfe der Leute der Chuzzo‑Sippe“ bedeutet. Bis ins 14. Jahrhundert bestanden Rechte und Güter bei den Herren von Rohrbach und dem Kloster Ottobeuren. Die Pfarrkirche St. Stephan in Großkitzighofen weist ein hohes Alter auf; ihre erste bekannte Erwähnung eines Pfarrherrn stammt aus 1376. Kleinkitzighofen teilt in vielen Belangen die Geschichte und Landschaft mit Großkitzighofen, insbesondere hinsichtlich Landschaftsformen wie dem Kitzighofer Moos, ein bedeutendes Biotop.

Lamerdingen früher: Politische Veränderungen und moderne Gemeindegründung

Säkularisation, bayerische Verwaltung und Gemeindeedikt
Mit der Säkularisation 1803 endete die kirchliche Herrschaft des Hochstifts Augsburg über Lamerdingen. Der Wandel brachte neue Eigentumsverhältnisse und eine Umstrukturierung der Verwaltung. 1818 folgte im Königreich Bayern das Gemeindeedikt, wodurch Gemeinden wie Lamerdingen eine moderne kommunale Struktur erhielten.

Gebietsreformen und Eingemeindungen
Ein entscheidender Schritt in der Stadtentwicklung Lamerdingen war die Gebietsreform in den 1970er Jahren. Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Dillishausen, Großkitzighofen und Kleinkitzighofen eingegliedert. Damit entstand die heutige Gesamtgemeinde Lamerdingen mit ihren Ortsteilen.

Stadtentwicklung Lamerdingen: Infrastruktur, Dorferneuerung und Wachstum

Infrastruktur und heutige Gemeindestruktur
Lamerdingen liegt etwa 8 km nördlich von Buchloe und ist Teil der mittleren Allgäuer Region. Geographisch gehört die Gemeinde zur Lech‑Wertach‑Ebene. Das Klima, die Bodenverhältnisse und die Nähe zu größeren Städten prägen seit jeher die Siedlungs- und Entwicklungsdynamik.

Einwohnerzahlen zeigen stetiges Wachstum: In den letzten Jahrzehnten nahm die Gemeinde deutlich zu. Bezüglich der heutigen Ortsteile besteht die Gesamtgemeinde aus Lamerdingen, Dillishausen, Großkitzighofen und Kleinkitzighofen.

Dorferneuerung und Bewahrung des Ortsbilds
Ein prägendes Projekt für Lamerdingen war die Dorferneuerung, die in allen vier Ortsteilen über viele Jahre umgesetzt wurde und 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde. Dabei wurden ortsbildprägende Gebäude erhalten, Verkehrswege verbessert, öffentliche Räume und Plätze umgestaltet sowie soziale und kulturelle Infrastruktur gestärkt. Bürgerengagement spielte eine wichtige Rolle – Arbeitskreise aus der Bevölkerung arbeiteten mit Fachleuten zusammen, um die Stadtentwicklung Lamerdingen frühzeitig mitzugestalten.

Historie Lamerdingen sichtbar machen: Alte Dokumente und Chroniken

Urkunden und erste schriftliche Erwähnungen
Die erste urkundliche Erwähnung Lamerdingens stammt aus dem Jahr 1067. In dieser Urkunde wird Lamerdingen in Verbindung mit kirchlichen Besitzungen und Rechten genannt – ein Beleg dafür, wie mittelalterliche Herrschafts- und Kirchenstruktur die Region prägte.

Für die Ortsteile gibt es ebenfalls frühe Dokumente: beispielsweise erwähnt Dillishausen 1299, Großkitzighofen 1067.

Heimatbuch und Chroniken
Ein Heimatbuch für Lamerdingen und seine Ortsteile wurde über viele Jahre vorbereitet. Ziel war, die Geschichte Lamerdingens und das Leben früherer Generationen in einem umfassenden Werk zu dokumentieren. Dieses Heimatbuch enthält Chroniken der Häuser, Erzählungen von Alltagsleben, Fotos und Anekdoten, die Lamerdingen früher geprägt haben, und richtet sich gleichermaßen an Einheimische und an Besucher mit historischem Interesse.

Wie Geschichte Lamerdingen heute wirkt

Die Historie Lamerdingen zeigt, dass der Ort nicht nur durch geografische Lage und Herrschaftszugehörigkeit geprägt wurde, sondern auch durch ein starkes Bewusstsein für Tradition, Gemeinschaft und Erhalt des Ortsbilds. Die Stadtentwicklung Lamerdingen verbindet heute Bewahrung historischer Strukturen mit moderner Infrastruktur und dem Engagement der Bürgerschaft.

Interaktive Stadtpläne, Chroniken und Heimatbücher ermöglichen es – gerade für Historisch Interessierte und Touristen – die Spuren von Lamerdingens Vergangenheit sichtbar zu machen: Wo stand die alte Kirche, wie haben sich die Ortsteile entwickelt, welche historischen Gebäude sind erhalten geblieben.

Wer Lamerdingen heute besucht oder dort lebt, findet eine Gemeinde, in der Lamerdingen früher nicht in Vergessenheit geraten ist – sondern gelebte Geschichte, die sich in Kirche, Ortsbild und gemeindlicher Struktur widerspiegelt.
Ihr Team von StadtM