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St.-Bartholomaei-Kirche – bedeutende Sehenswürdigkeit in Demmin

Die St.-Bartholomaei-Kirche in der Hansestadt Demmin zählt zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt und zu den großen Stadtkirchen im vorpommerschen Raum.

Mit ihrem imposanten, beinahe 100 Meter hohen Backsteinturm prägt sie die Silhouette Demmins und ist bereits aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Für Einheimische, Besucher und Kulturinteressierte ist die evangelische Stadtkirche eine besondere Sehenswürdigkeit, die Architektur, Stadtgeschichte und Kirchenmusik miteinander verbindet.

Ihre lange Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Ein hölzerner Vorgängerbau soll bereits im 12. Jahrhundert an diesem Standort gestanden haben. Schriftlich erwähnt wurde die Kirche erstmals im Jahr 1260, als Pommernherzog Wratislaw III. vom „Haus Demmin“ aus regierte.

Bewegte Geschichte der St.-Bartholomaei-Kirche

Über die frühe Baugeschichte der heutigen Kirche ist nur wenig bekannt. Vermutet wird, dass Wratislaw III. die steinerne Kirche als Residenzkirche errichten ließ. Zu den ältesten erhaltenen Teilen gehört das Untergeschoss des Kirchturms. Bemerkenswert ist, dass der Bau offenbar am Turm begann und damit von der damals üblichen Vorgehensweise beim Kirchenbau abwich.

Zerstörung und Wiederaufbau
Die Geschichte dieser Sehenswürdigkeit in Demmin ist von zahlreichen Zerstörungen und Wiederaufbauten geprägt. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Kirche schwere Schäden. Während des brandenburgisch-schwedischen Krieges wurde sie durch Beschuss schließlich weitgehend zerstört.

Der Turm mit seinen Glocken und dem brennenden Dachstuhl stürzte auf das Kirchenschiff, das unter der Last zusammenbrach. Dabei gingen auch die Innenausstattung und zahlreiche Kunstschätze verloren.

Der Wiederaufbau stellte eine große Herausforderung dar. In Preußen wurden dafür sogar zweimal landesweite Sonderkollekten durchgeführt. Aus Kostengründen konnten zahlreiche Einbauten zunächst allerdings nur provisorisch umgesetzt werden.

Auch danach blieb die St.-Bartholomaei-Kirche von kriegerischen Ereignissen nicht verschont. Während des Siebenjährigen Krieges wurde das Gebäude erneut beschädigt. Nach 1806 nutzte man die Kirche während der französischen Besatzung zeitweise als Lagerraum für Heu und Stroh.

Neugotische Architektur prägt die Sehenswürdigkeit

Eine entscheidende Phase für das heutige Erscheinungsbild begann 1856. Unter der Bauleitung des bedeutenden Architekten Friedrich-August Stüler wurde die St.-Bartholomaei-Kirche umfassend instand gesetzt und umgestaltet. Die Arbeiten dauerten insgesamt elf Jahre.

Restaurierung im 19. Jahrhundert
Während dieser umfangreichen Baumaßnahmen wurde unter anderem der Ostgiebel erneuert. Gleichzeitig erhielt der Innenraum seine neugotische Gestaltung. Auch der weithin sichtbare Backsteinturm stammt in seiner heutigen Form aus dieser Epoche.

Gerade die Verbindung mittelalterlicher Ursprünge mit den Veränderungen des 19. Jahrhunderts macht die St.-Bartholomaei-Kirche zu einer architektonisch interessanten Sehenswürdigkeit in der Hansestadt Demmin.

Das monumentale Gotteshaus vermittelt zugleich einen Eindruck davon, wie eng die Entwicklung der Kirche mit der wechselvollen Geschichte der Stadt verbunden ist.

Die größte erhaltene Grüneberg-Orgel

Ein besonderes Highlight befindet sich im Inneren der St.-Bartholomaei-Kirche: die historische Grüneberg-Orgel. Sie wurde von der Orgelbaufirma Barnim Grüneberg aus Stettin geschaffen und während der großen Umgestaltung im 19. Jahrhundert in die Stadtkirche eingebaut.

Rund 4.000 Pfeifen und 50 klingende Register
Mit 50 klingenden Registern und knapp 4.000 Pfeifen gilt das Instrument als die größte noch erhaltene Grüneberg-Orgel. Damit besitzt Demmin ein außergewöhnliches Zeugnis historischer Orgelbaukunst.

Die Orgel macht die Kirche weit über ihre architektonische Bedeutung hinaus zu einer besonderen Sehenswürdigkeit für Musikinteressierte, Kirchenmusiker und Orgelliebhaber. Ein Förderverein engagiert sich für den Erhalt dieses wertvollen Instruments.

Ein Höhepunkt im kulturellen Kalender sind die Demminer Orgeltage. Die regelmäßig stattfindende Veranstaltung zieht Gäste aus der Region und von weiter her in die Hansestadt und rückt die historische Orgel sowie die besondere Akustik des Kirchenraums in den Mittelpunkt.

Kultur und Veranstaltungen in der St.-Bartholomaei-Kirche

Die St.-Bartholomaei-Kirche ist nicht ausschließlich ein historisches Bauwerk. Als Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde ist sie ein lebendiger Ort, der religiöses Leben, Kultur und Stadtgeschichte miteinander verbindet.

Treffpunkt für Einheimische und Gäste
Zahlreiche Veranstaltungen locken im Laufe des Jahres Einheimische und Touristen in das imposante Gebäude. Dadurch bleibt die Kirche ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Demmin.

Besonders die Verbindung aus historischem Kirchenraum und bedeutender Orgel schafft eine Atmosphäre, die einen Besuch auch für Menschen interessant macht, die sich vor allem für Architektur, Geschichte oder Musik interessieren.

Eine Sehenswürdigkeit im Herzen der Hansestadt Demmin

Wer eine besondere Sehenswürdigkeit in Demmin sucht, sollte die St.-Bartholomaei-Kirche in die Erkundung der Hansestadt einbeziehen.

Der fast 100 Meter hohe Backsteinturm, die jahrhundertealte Baugeschichte, die neugotische Gestaltung und die außergewöhnliche Grüneberg-Orgel verleihen dem Gotteshaus seinen unverwechselbaren Charakter.

Von der ersten schriftlichen Erwähnung im Jahr 1260 über schwere Zerstörungen in mehreren Kriegen bis zur umfassenden Restaurierung im 19. Jahrhundert spiegelt die Kirche wichtige Abschnitte der Demminer Geschichte wider. Gleichzeitig sorgen Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen dafür, dass das historische Gebäude bis heute mit Leben erfüllt wird.

Die St.-Bartholomaei-Kirche ist damit weit mehr als ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Sie vereint Architektur, Geschichte und Musik an einem Ort und gehört zu den wichtigsten kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt Demmin.
Ihr Team von StadtM

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  • Kirchplatz 7