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Neues Schillerhaus Bad Lauchstädt – Bedeutende Sehenswürdigkeit und Museum der Literaturgeschichte
Ein Museum mit einzigartiger kultureller Strahlkraft
Das Neues Schillerhaus Bad Lauchstädt ist eine herausragende Sehenswürdigkeit und zugleich ein bedeutendes Museum in Bad Lauchstädt. Seit seiner Einweihung im Jahr 2010 begeistert das Neue Schillerhaus Besucherinnen und Besucher als Theater- und Literaturmuseum mit einem einzigartigen Konzept.
Das städtische Ausstellungsgebäude ist im Kern ein spätbarockes Bürgerhaus aus dem späten 18. Jahrhundert und entstand im Zuge der südlichen Stadterweiterung, die mit dem Ausbau der Kuranlagen verbunden war. Als Sehenswürdigkeit verbindet das Neue Schillerhaus Architektur, Literatur und Theatergeschichte auf eindrucksvolle Weise.
Architektur und städtebauliche Bedeutung
Die Fassade und die Proportionen des Neuen Schillerhauses sind nahezu identisch mit dem originalen Schillerhaus in der heutigen Schillerstraße. Beide Gebäude entstanden zeitgleich mit der Anlage des neuen Stadtviertels im Umfeld des Kurparks.
Durch spätere städtebauliche Neugestaltungen wurde sogar eine direkte Sichtbeziehung zwischen dem historischen Schillerhaus und dem Neuen Schillerhaus wieder möglich gemacht. Schon dadurch wird das Gebäude zu einer besonderen Sehenswürdigkeit innerhalb des Stadtbildes von Bad Lauchstädt.
Moderne Ausstellung in historischem Rahmen
Heute betritt man das Neue Schillerhaus nicht mehr durch den repräsentativen Eingang an der Straßenseite, sondern über den Hof und den kleinen Hausgarten. Der Zugang zu den Ausstellungsräumen erfolgt über den hinteren Eingang. Bei der umfassenden Sanierung in den Jahren 2009/2010 wurde das Innere des Hauses vollständig neu gestaltet.
Ziel war es, die ursprüngliche Kleinteiligkeit des Gebäudes und seine differenzierten Raumfolgen mit modernen museumspädagogischen Mitteln erlebbar zu machen. Damit präsentiert sich das Haus als zeitgemäßes Museum, das dennoch seine historische Tiefe bewahrt.
Das Museum und seine Ausstellungen
Aufstieg Bad Lauchstädts zum Modebad
Im Erdgeschoss des Museums wird der rasante Aufstieg Bad Lauchstädts thematisiert. Aus einem unbedeutenden Ackerbürgerstädtchen entwickelte sich der Ort innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Luxus- und Modebad des sächsischen Adels.
Großflächige Darstellungen der eleganten Neubauten und des mondänen gesellschaftlichen Lebens führen die Besucher in einen Raum, der einem Audienzzimmer nachempfunden ist. Dort steht ein Modell des Theaters als Symbol für den Höhepunkt dieser Entwicklung.
Besonders eindrucksvoll: Der Besucher bewegt sich über historische Dielenbretter aus den Kuranlagen, über die möglicherweise Goethe, Schiller sowie Charlotte und Caroline von Lengefeld gingen.
Das Schillerzimmer als literarische Besonderheit
Im Obergeschoss befindet sich das historische Schillerzimmer – eine echte Rarität und ein Herzstück des Museums. Nach Schillers Tod im Jahr 1805 ließ der Lauchstädter Kunsttischler Küchler dieses Interieur anfertigen und als Gedenkort präsentieren.
Über mehr als 200 Jahre bewahrten seine Erben das kunstvoll gearbeitete Zimmer und damit auch den Mythos der Verlobung Schillers mit Charlotte von Lengefeld in Bad Lauchstädt. Als Museum setzt sich das Neue Schillerhaus kritisch, aber respektvoll mit dieser Überlieferung auseinander und ordnet sie kulturgeschichtlich ein.
Panorama, Briefe und Emotionen
Ein weiterer Raum des Museums zeigt ein eindrucksvolles Panorama des Lauchstädter Kurparks um 1789. Landschaft, Architektur und Menschen erscheinen wie in einem Gemälde. Überlebensgroße Porträts Schillers sowie der Schwestern Charlotte und Caroline von Lengefeld wechseln sich ab.
Briefe aus jener Zeit vermitteln die Gefühle der Beteiligten und machen diesen Sommer, der Literaturgeschichte schrieb, lebendig. Hier verbindet sich die Sehenswürdigkeit Museum mit emotionaler Tiefe.
Theatergeschichte unter dem Dach
Das Dachgeschoss des Neuen Schillerhauses widmet sich der über zweihundertjährigen Theatergeschichte Bad Lauchstädts.
In der Art einer Schatzkammer werden einzigartige Exponate gezeigt: der legendäre Regiesessel Goethes, die originale Windmaschine, eine Postkarte zur Ankunft Richard Wagners 1834 sowie zahlreiche Theaterzettel, Plakate und Porträts bedeutender Künstlerinnen und Künstler. Dieser Bereich macht das Museum zu einer zentralen Sehenswürdigkeit für Theaterliebhaber.
Sehenswürdigkeit von nationaler Bedeutung
Das Neue Schillerhaus Bad Lauchstädt ist weit mehr als ein klassisches Museum. Als literarische Sehenswürdigkeit verbindet es authentische Orte, historische Überlieferung und moderne Ausstellungskonzepte.
Für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Gäste aus nah und fern ist es ein unverzichtbarer Ort der Erinnerung, Bildung und Inspiration – und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bad Lauchstädts.
Ihr Team von StadtM
