Details
Städtische Galerie im Königin-Christinen-Haus
Die Städtische Galerie im Königin-Christinen-Haus besteht seit 1986 und hat sich zu einem renommierten Forum für Kunst und Künstler aus dem Elbe-Weser-Raum entwickelt.
In vier modern gestalteten Kabinetten wird ausgewählte zeitgenössische Kunst gezeigt: Malerei ebenso wie Grafik, Bildhauerei, Objektkunst, Inszenierungen oder neue Medien. Insgesamt vier Ausstellungen im Jahr. International renommierte Künstler sind ebenso wie junge (noch) unbekannte Künstler vertreten.
Keine Ausstellung gleicht der anderen, ein Besuch lohnt sich immer wieder!
Ausstellungen / Veranstaltungen
Künstler
Spannende Kunst aus dem Elbe Weser Raum finden Sie auch im Skulpturengarten hinter dem Hause, im Stadtpark und in Zevens Fußgängerzone: Was steht denn da? -Kunst im öffentlichen Raum Zeven
Königin-Christinen-Haus
Historisches Flair und moderne Kunst bietet das Königin-Christinen-Haus in Zevens Stadtmitte. Gebaut vor rund 350 Jahren, kann man heute die historischen Räume besichtigen, sich über den Schriftsteller Walter Kempowski informieren und immer wieder spannende Kunst antreffen.
Die hier untergebrachte Städtische Galerie mit ihren wechselnden Ausstellungen hat sich zu einem renommierten Forum für Künstler aus dem Elbe-Weser-Dreieck entwickelt.
Der ehemalige Heuboden ist heute ein kleiner Saal, in dem regelmäßig Vorträge, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Hinter dem Haus bietet der Skulpturengarten Gelegenheit zur Erholung. Einmal jährlich findet hier -bei gutem Wetter- das Serenadenkonzert statt.
Für Gruppen und Schulklassen werden Führungen angeboten.
Skulpturengarten
Der hinter dem Haus liegende Garten mit Obstbäumen, Rosen und Seerosenteich wurde 1986 in Anlehnung an einen barocken Hausgarten angelegt. Die Skulpturen, die eigentlich in einen Barockgarten gehören, entstanden in zeitgenössischer Form bei einem eigens hierfür ins Leben gerufenen Bildhauer-Symposion „Kunst-Werk-Schau“ 1993. Die hier entstandenen Kunstwerke nehmen in vielfältiger Weise Bezug auf den Garten, das Königin-Christinen-Haus, oder seine Geschichte.
Geschichte
Das Königin-Christinen-Haus ist mit der Klostergeschichte eng verbunden und wurde als das älteste nicht-kirchliche Gebäude Zevens inmitten des 17. Jahrhunderts erbaut. Nach dem 30-jährigen Krieg waren die Herzogtümer Bremen und Verden und damit auch das Kloster Zeven- an Schweden gegangen. Diese lösten 1650 das Kloster auf und erbauten dieses Gebäude, welches nicht nur seines Alters, sondern auch seiner Bauweise wegen eine Besonderheit darstellt.
Die Grundstruktur des Gebäudes war die eines komplett in Fachwerk erbauten niedersächsischen Bauernhauses mit Diele, Flett und Kammerfach. Als Gästehaus des Klosters oder als Sitz des Klosteramtmannes diente es repräsentativen Zwecken. Man brauchte also mehr Räume. Deshalb wurde der eigentliche Wohntrakt „verdoppelt“ und zweigeschossig gebaut.
Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der baufällig gewordene Westgiebel und heutige Vorderseite in reiner Ziegelausfertigung erneuert. Die Zierformen der Ziegel in diesem Giebel sind typisch für eine Bauweise nach dem Jahr 1850. Seit 1986 ist das vollständig restaurierte Gebäude zu besichtigen.
Die hinteren historischen Räume wurden in der ursprünglichen Farbgestaltung wiederhergestellt. Ein bei der Bauuntersuchung gefundener originaler Fensterstock mit Schuppendekor diente als Vorlage für die Gestaltung der Fenster. Die Initialen J.W. auf einem Querriegel an der Ostfassade lassen vermuten, dass dieses Gebäude von Justus Wigers, einem Baumeister des Klosters Zeven, erbaut wurde. Die Räumlichkeiten im hinteren Gebäudeteil sind teilweise mit Mobiliar des 17. Jahrhunderts ausgestattet.
Der Name des Hauses bezieht sich auf die schwedische Königin Christine (1626-1689), die damalige Landesherrin. Sie soll - laut mündlicher Überlieferung - auf einer ihrer Reisen in Zeven Station gemacht und hier Quartier genommen haben.
Angebote
Besichtigung der Städtischen Galerie, der historischen Räume und der Sammlung Walter Kempowski sind während der Öffnungszeiten möglich: donnerstags und sonntags sowie am Feiertagen von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Der Skulpturengarten ist durchgehend frei zugänglich.
Der Eintritt ist frei
Führungen nach Vereinbarung: Tel +49 (4281) 716 600
Nach Wunsch werden allgemeine-, Geschichts- und oder Kunstführungen angeboten.
Ebenso sind Kunstführungen durch den Skulpturengarten oder durch die Innenstadt „Was steht denn da? – moderne Skulpturen in Zeven“ möglich.
Für Schulklassen sind die Führungen frei.
Gästeführungen, Stadtführungen und Rundfahrten werden auch durch Gästeführer/innen, teils kostümiert, durch Zeven+ Touristik angeboten: Tel: +49 (4281) 950766
E-Mail: [email protected]
Bild 1 © Andreas Dittmer Photographie - www.mol-kieken.com
Bild 2 © Christian Eckhoff, Mediacheck
Bild 3 © Samtgemeinde Zeven / Foto: Rüdiger Lubricht
