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Skulpturengarten hinter dem Christinenhaus
Der Skulpturengarten hinter dem Haus wurde ebenfalls 1986 in Anklang an einen barocken Hausgarten neu angelegt, wobei die Idee entstand, auch Skulpturen aufzustellen.
Die Keramikkünstlerin Edith Loef-Langer aus Seedorf machte einen symbolischen Anfang des Skulpturengartens, als sie 1988 der Stadt die Plastik „Die Kraftvolle“, einen ca. 35 cm großen expressiven weiblichen Torso schenkte.
Die weiteren hier aufgestellten Werke entstanden bei der „Kunst-Werk-Schau“ 1993.
Das „Herzstück“ bildet das farbenfrohe, etwa 5m hohe „Bewegliche Objekt“ aus Metall inmitten des Teiches von Gudrun Fischer aus Fischerhude. Es bezieht sich auf den ganzen Umraum und nimmt dessen Formensprache auf, einerseits als ein fast vegetatives pflanzliches Gebilde, anderseits durch die Grundform des Kreises und Ihre spielerische Abwandlung, wie wir sie auch in der barocken Anlage finden.
Eine weitere Skulptur ist der 3,60m hohe „Thorwagen“ aus Eichenholz. Hierbei bezieht der Künstler, Oliver Voigt-Wendenstein aus Otterstedt, sich vor allem auf das historische Umfeld des Christinenhauses . In einer bewussten Spannung zu der christlichen Geschichte des Hauses setzt der Künstler in die Natur des grünen Gartens den ursprünglich hier und in nordischen Gefilden beheimateten germanischen Donnergott auf einem Streitwagen: wild, roh, kraftvoll steht er in seiner gekippten Stellung „in gefährdeter Position“.
Auf der Rasenfläche im Durchgang zur Ralandstraße steht die 2m große Sandsteinskulptur „Kain und Abel“ von Holger Voigts aus Bassen. Der Krieg in ehemaligen Jugoslawien veranlasste den Künstler, das alte biblische Thema der Brudermordes aufzugreifen. Schräg gegenüber steh ein Gedenkstein „...für die Opfer der Gewalt...“
Die nächste Skulptur ist die 1,60m hohe abstrakte „Artemis“ von Siegfried Stolle aus Worpswede. „Vegetatives“, „Fruchbarkeit“, und „Weibliches“
sind Stichworte, die uns bei der Betrachtung durch den Kopf gehen könnten. Der edle weiße griechische Marmor schafft einen hellen leuchtenden Punkt im hinteren Teil des grünen Gartens.Zwei Meter hoch aus hellgrauen Sandstein ist die „Stele“, die die Bremer Künstler Thomas Kaufhold anfertigte. Schlicht und einfach, sich selbst genügend, steht sie frei im Raum. Der subtile Reiz der leisen Töne und eine unerwartete Vielfalt der Formensprache erschließen sich erst bei näherer Betrachtung des Werkes.
Eberhard Szejstecki, ebenfalls aus Bremen, schuf aus Sandstein den 1,45m hohen „Reitertorso“ für diesen Garten. Zuvor beschäftigte er sich mit klassischen Denkmälern und typischen Reiterstandbildern, die heroischpatriarchalisch neben den wichtigen Gebäuden in den verschiedenen Städten zu stehen pflegen. In seiner etwas grotesken Umsetzung dieses Themas blieb vom wichtig-gewichtigen Reiter nur der alles beherrschende Kopf, vom Pferd nur dessen Torso.
Bilder © Christian Eckhoff, Mediacheck
