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Flechtband (2001) von Susanne Bollenhagen
Gehen wir weiter, vorbei an zwei flachen Wasserbecken, die die Stadtplanerin und Architektin Anke Deeken gestaltete, sehen wir rechts eine kleine Durchgangspassage zu den Parkplätzen am Mittelteich.
Zur Aufwertung dieses zunächst unscheinbaren, aber wichtigen Verbindungsweges, entwarf die junge Bremer Künstlerin Susanne Bollenhagen, die sich auf Ornamentik spezialisiert hat, ein keramisches Fliesenband. Auf dem weiß gefliesten Hintergrund, gegliedert durch die rote Backsteinarchitektur, verläuft leicht erhoben das farbige Flechtband. Dem oberflächlichen Blick eines Vorübereilenden täuscht sie eine Symmetrie vor.
Die Passage betretend, erscheint das Band verkürzt, schwingt auf und ab wie ein Schriftzug, der die Passanten begleitet. Der Betrachter aber, der stehen bleibt, fährt mit den Augen dem Verlauf des Musters nach, wie in einem Labyrinth.
Elf verschiedene Ornamentik-Motive wurden nach dem Zufallsprinzip zu einem scheinbar unendlich sich verwandelnden Flechtband verknüpft.
Bild © Christian Eckhoff, Mediacheck
