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Das heutige Hahnenknoop, benannt vermutlich nach Tine Hanenknop, einer Frau aus einem gleichnamigen Ort in der Wesermarsch, die 1600 auf den ersten bewirtschafteten Hof an dieser Stelle einheiratete, entstand ab dem Ende des 18. Jahrhunderts aus mehreren Moorkolonien. 1794 begann man mit der Gründung der ersten staatlichen Moorkolonie, deren Bau jedoch durch die Straßenführung der heutigen Landesstraße ab 1818 unterbrochen wurde. Die Moorkolonie Drostendamm folgte im Jahre 1857. Für die dritte Moorkolonie auf der westlichen Seite der Landesstraße (Hinter dem Busch) arbeiteten Anfang des 20. Jahrhunderts Strafgefangene aus Lüneburg unter schwierigen Bedingungen an der Entwässerung.

Auch wenn die Landwirtschaft in der Umgebung heute das Ortsbild prägt und die 1919 gebaute Torffabrik nicht mehr besteht, ist das unter Naturschutz stehende Moor noch immer von großer Bedeutung. Bis zum Ablauf der Abbau-Genehmigung in den 1960er-Jahren wurde Torf für industrielle und bäuerliche Verwendung gestochen. Heute setzt man auf Renaturierung und Wiedervernässung.

In Hahnenknoop und umzu laden beiderseits der Landesstraße Wander- und Reitwege und mehrere Radrouten zur Erholung ein, darunter der "Loxstedter Sagenweg 2" mit der Sage "Das schwarze Meer im Moor bei Hahnenknoop".

Die Ortsfeuerwehr und der Schützenverein Hahnenknoop von 1920 e. V. sorgen für den nachbarschaftlichen Zusammenhalt in der Ortschaft, in der heute außer den alten Hahnenknooper Familien auch viele Zugezogene leben. Das neue Feuerwehrhaus neben dem Friedhof wurde im Februar 2020 eingeweiht und dient auch der Dorfgemeinschaft. Der Schützenverein wurde 1920 gegründet; die Schützenhalle befindet sich direkt an der Bremerhavener Straße (L 135).

Location
  • Loxstedt, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, 27612, Deutschland

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  • Loxstedt