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Der Ort Büttel blickt auf eine über 900-Jährige Geschichte zurück und wurde im Jahre 1105 erstmals in der Urkunde des Erzbischofs Friedrich als Butti oder Buttiparvum erwähnt. Die Bütteler Marienkirche, eine schlicht gehaltene Sandsteinkirche, wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet, die Kirchenglocke mit Inschrift ist auf das Jahr 1506 datiert. Der Taufstein ist auf das Mittelalter zurückzuführen, die Sonnenuhr stammt aus dem Jahre 1786.
Büttel wurde früher zum Stift Bremen gezählt, später zu Hannover und Preußen. Nur ein Drittel der Kirchengemeinde gehörte und gehört zur Bütteler Kirche, der größere Teil nach Dedesdorf und damit zur Oldenburger Landeskirche. Direkt durch den Ort verlief schon immer die kirchliche Gemeindegrenze und heute noch eine Gemarkungsgrenze.
Der Betken-Speicher von 1595 auf dem Grundstück Hake-Betken-Straße 4 ist neben der Kirche das älteste Gebäude des Ortes Büttel. Hake Betken war ein reicher Bauer aus Büttel, der am 27. Oktober 1618 auf dem Lesumer Feld ermordet worden sein soll, als er nach Viehgeschäften aus Braunschweig zurückkam. Sein stark verwitterter Grabstein ist noch heute auf dem Kirchfriedhof zu sehen. Die Sage von Hake Betken ist neben weiteren Sagen von und um Büttel im großen Sagenbuch „Hake Betken siene Duven“ nachzulesen.
Seit 1987 sorgt das Schöpfwerk in Büttel-Indiek, Bütteler Sielstraße, für die richtige Wassermenge „hinterm Deich“. Das Siel und wurde errichtet, um endlich die zahlreichen und immer wieder auftretenden Überschwemmungen im Einzugsgebiet der Unteren Lune zu verhindern. Besichtigungen sind möglich.
Büttel lebt durch den guten nachbarlichen Zusammenhalt. Alljährlich am 3. Advent findet im Oldenburger Hof in der Weserstr. 60 ein Weihnachtsmarkt statt, der Treffpunkt für Gäste und Anwohner ist. Für sportliche Aktivitäten gibt es in Büttel die Mehrzweckhalle Büttel/Neuenlande, den Tennisplatz und einen Sportplatz.
