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Evangelischer Friedhof Demmin – ein historischer Ort der Erinnerung

Der Evangelische Friedhof Demmin an der Jarmener Straße ist ein bedeutender Ort der Erinnerung und zugleich ein Zeugnis der Stadtgeschichte der Hansestadt Demmin.

Seine Entwicklung ist eng mit dem Wachstum der Stadt und ihrer Bevölkerung im 19. und frühen 20. Jahrhundert verbunden. Über mehrere Jahrzehnte wurde das Gelände schrittweise erweitert, bis der Friedhof seine heutige Größe erreichte.

Besucher können den Evangelischen Friedhof tagsüber beziehungsweise während der an den Eingängen bekannt gegebenen Öffnungszeiten betreten. Als historisch gewachsener Friedhof in Demmin bietet die Anlage einen Ort für Trauer, Gedenken und persönliche Erinnerung.

Die Entstehung des Evangelischen Friedhofs Demmin

Bereits ab 1800 nahm die Bevölkerung in Demmin deutlich zu. Im Jahr 1829 gab es deshalb Überlegungen, den damaligen Begräbnisplatz am Marienhain zu erweitern. Nachdem die Stadtverordneten diese Pläne abgelehnt hatten, fiel die Wahl auf eine freie Fläche an den Tannen.

Das Gelände gehörte ursprünglich zu den Kämmereiländereien und wurde nach längeren Verhandlungen von der Stadt an die Kirche übertragen. Damit waren die Voraussetzungen für die Anlage eines neuen Friedhofs geschaffen.

Ab 1846 wurde das Areal am damaligen Anklamer Weg, der heutigen Jarmener Straße, hergerichtet. Die Fläche wurde planiert und mit einer durchbrochenen Mauer eingefasst. Zusätzlich entstanden ein Friedhofswärterhaus und eine Leichenhalle.

Feierliche Einweihung im Jahr 1847

Am 24. August 1847, dem Bartholomäustag, wurde der neue Friedhof in Demmin feierlich eingeweiht. An der Zeremonie nahmen Vertreter der Kreis- und Stadtbehörden, Schulen und Innungen sowie zahlreiche Einwohner teil.

Der damalige Begräbnisplatz bildet heute den ältesten Teil des Evangelischen Friedhofs. Er erstreckt sich von der Jarmener Straße bis zum Bereich der heutigen Friedhofsverwaltung und erinnert damit an die Anfänge der Anlage vor mehr als 175 Jahren.

Erweiterungen des Friedhofs

Mit dem weiteren Wachstum Demmins stieg auch der Bedarf an Begräbnisflächen. Bereits 1875 standen nur noch wenige Plätze zur Verfügung. Deshalb wurde ein angrenzendes Ackerstück für eine Erweiterung genutzt. Auch dieser Bereich wurde planiert und von einer Mauer umgeben. Die Einweihung erfolgte am 15. Mai 1878.

Heute umfasst dieser Abschnitt das Gelände hinter der Friedhofsverwaltung bis zu den Tannen.

Eine weitere Vergrößerung wurde ab 1913 notwendig. Dafür waren zusätzliche Ackerflächen entlang der Straße nach Jarmen vorgesehen. Ab 1918 entstand schließlich der neue Friedhofsteil.

Durch diese umfangreiche Erweiterung verdoppelte sich die Fläche noch einmal und der Evangelische Friedhof Demmin erhielt im Wesentlichen seine heutige Größe.

Friedhof und Stadtgeschichte in Demmin

Der Evangelische Friedhof Demmin dokumentiert durch seine verschiedenen Erweiterungsphasen einen wichtigen Teil der Entwicklung der Hansestadt. Die historischen Abschnitte zeigen, wie sich der Bedarf an Begräbnisstätten parallel zum Bevölkerungswachstum veränderte.

Damit ist der Friedhof nicht nur eine Stätte des Abschieds und des Gedenkens, sondern zugleich ein historisch gewachsener Bestandteil von Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.

Seine lange Geschichte, die unterschiedlichen Friedhofsbereiche und seine Bedeutung für Generationen von Einwohnern machen ihn zu einem wichtigen Ort der lokalen Erinnerungskultur.
Ihr Team von StadtM

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  • Jarmener Str. 76